© BÜHNE acht

Kulturelle Aktivitäten auf dem Campus und in dessen Nähe fördern Identifikation und Zugehörigkeit, schaffen Begegnungen zwischen internationalen und deutschen Studierenden und regen den Austausch über Fachgrenzen hinweg an. So prägt die studentische Kulturszene den Lebensraum Hochschule nachhaltig mit. Die Förderung kultureller Interessen an unseren Studienorten ist daher ein wesentlicher Bestandteil unseres Auftrags.

Als Studierendenwerk schaffen wir dafür die notwendigen Rahmenbedingungen. Denn gute Ideen scheitern im Alltag oft an ganz praktischen Hürden. Mit der Bereitstellung von Räumen, begleitender Beratung und finanzieller Unterstützung tragen wir dazu bei, dass aus Ideen konkrete Projekte werden.

Davon profitieren die Studierenden in mehrfacher Hinsicht: Sie erweitern ihre sozialen Kompetenzen, knüpfen neue Kontakte und erleben gemeinschaftliche Freude. Zugleich stärken sie Fähigkeiten, die auch für das spätere Berufsleben wichtig sind: Flexibilität, Kreativität und Teamgeist. Darüber hinaus eröffnen kulturelle Projekte Erfahrungsräume für praktische Kompetenzen wie die Organisation von Veranstaltungen, erste betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse, die Vernetzung in die lokale Kulturszene und engagierte Arbeit im Ehrenamt.

© Bühne acht

BÜHNE acht in Cottbus

Die BÜHNE acht hat sich auch 2025 als kulturelles Zentrum am Campus der BTU Cottbus-Senftenberg weiter etabliert. Seit fast 30 Jahren schafft sie Raum für Begegnung, Austausch und künstlerischen Ausdruck und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Gemeinschaft und Zusammenhalt am Campus. Kooperationen, Workshops und niedrigschwellige Zugänge fördern dabei nicht nur den interkulturellen Dialog, sondern auch die soziale Vernetzung der Studierenden.

Im Berichtsjahr verzeichnete die BÜHNE acht einen weiteren Zuwachs an Mitgliedern, Teilnehmenden und Veranstaltungen. Besonders erfreulich war die zunehmende Beteiligung internationaler Studierender. Neue Formate wie der Science Slam und ein Quizabend ergänzten das bestehende Angebot erfolgreich und stießen auf positive Resonanz.

Etabliert und weitergeführt wurden unter anderem das Improtheater „Rabota Karoshi“, die inklusive Theatergruppe „Rampenfieber“ sowie der seit zwei Jahren bestehende BTU Writers Club. Die positive Entwicklung ist vor allem dem hohen Engagement der Mitglieder und der stetig wachsenden Vernetzung zu verdanken.

Gemeinschaftsräume

Im Jahr 2024 hatte das Studierendenwerk Ost:Brandenburg die Ausstattung von Gemeinschaftsräumen in den Wohnanlagen strategisch priorisiert. 2025 wurde der Gemeinschaftsraum im Brandenburgischen Viertel hergerichtet und den Studierenden zur selbständigen, durch das Studierendenwerk finanzierte, Einrichtung übergeben. Weitere Gemeinschaftsräume in Frankfurt (Oder) folgen 2026; die infrastrukturellen Vorbereitungen hierfür sind bereits abgeschlossen.

In Senftenberg erfolgte die Einrichtung des Gemeinschaftsraums in enger Zusammenarbeit mit dem Studierendenrat. Voraussetzung dafür war die Schaffung eines barrierefreien Zugangs, die 2025 umgesetzt wurde. Dazu gehörten eine angepasste Tür, der Zugang über ein elektronisches Schloss sowie die Anmeldung per App. Die behördliche Abnahme der erforderlichen Rollstuhlrampe steht für 2026 an. Ebenfalls 2025 wurden die Einrichtungsgegenstände bestellt und aufgebaut.

Proberäume

Das Studierendenwerk Ost:Brandenburg verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach kulturellen Proberäumen. In Cottbus stehen zwei Musikproberäume sowie ein Tanz- und Bewegungsraum zur Verfügung, die im Berichtsjahr von rund 220 Nutzende genutzt wurden (2024: 200). Die überdurchschnittlich hohe Beteiligung internationaler Studierender (2025: 70 %, 2024: 60 %) unterstreicht die Bedeutung dieser Räume für Integration und interkulturellen Austausch.

Seit Januar 2024 wurde das Angebot durch einen Probenraum in Frankfurt (Oder) erweitert. Dieser ist mit Klavier, Schlagzeug und Gitarrenverstärker ausgestattet und stößt auf gute Akzeptanz. Die Nutzung durch Studierende stieg von 20 (2024) auf 23 (2025), bei hoher Beteiligung internationaler Studierender (2025: 90%, 2024: 85%). Zukünftig soll die Bekanntheit dieses Angebots gezielt gesteigert werden, um noch mehr musikbegeisterte Studierende zu erreichen.

Die kontinuierlich hohe Nachfrage zeigt, dass die Proberäume einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Teilhabe und kreativen Entfaltung leisten.

© SWOBB, Autor: Stefan Beetz

Studierendenklubs

Das Studierendenwerk Ost:Brandenburg fördert folgende Studentenklubs:

– Frankfurt (Oder): Stuck, Lindenstraße
– Eberswalde: Studiclub, Schicklerstraße
– Cottbus: Quasimono, Erich-Weinert-Straße

© Ostender Sportverein Eberswalde

Sportkooperation

Seit 2023 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ostender SV Eberswalde, der sich in unmittelbarer Nähe zur Wohnanlage Bernauer Heerstraße befindet. Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde erhalten dadurch Zugang zu den Sportanlagen des Vereins – ein Beitrag zur Verknüpfung von Wohnen, Sport und sozialem Austausch.

Lebendiger Adventskalender

Traditionell beteiligte sich das Studierendenwerk Ost:Brandenburg auch 2025 wieder am Lebendigen Adventskalender der Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice. Der weihnachtliche Treppenlauf über 216 Stufen in der Wohnanlage Logenstraße fand am 17. Dezember 2025 statt und lockte 27 Teilnehmende an (2024: 18). Unsere Mensa versorgte die Teilnehmenden und Gäste mit Glühwein, alkoholfreiem Punsch sowie frischen Crêpes.

© SWOBB

Schön war’s, liebes Satirefestival!

Im Januar fand in Cottbus das bundesweite studentische Satirefestival „Ei(n)fälle“ zum 27. und letzten Mal statt. Mit dieser Ausgabe verabschiedete sich das Festival von seinem langjährigen Veranstaltungsort und setzte noch einmal ein starkes Zeichen für studentische Kultur, Satire und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Über viele Jahre hinweg prägte das Format das kulturelle Leben in Cottbus, förderte den Austausch zwischen Studierenden, Publikum und Kulturszene und setzte wichtige Impulse. Initiiert und über 27 Ausgaben hinweg organisiert wurde das Festival von Andreas Gaber, dem dafür besonderer Dank gilt. Der Abschied markiert das Ende eines besonderen Kulturformats, das 1996 aus dem Wunsch heraus entstanden war, studentischem Kabarett eine eigene Bühne zu geben. In einer Zeit, in der sich die studentische Kulturszene verändert hat und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zunehmend anspruchsvoll geworden sind, wird dieser Schritt umso nachvollziehbarer. Zugleich bleibt die Bedeutung des Festivals für die kulturelle Entwicklung des Standorts und für die Sichtbarkeit studentischer Kreativität unbestritten. Sein langfristiger Erfolg zeigt, wie nachhaltig ein engagiert getragenes Kulturangebot wirken kann.

© Ei(n)fälle 2025
© Cottbuser BarHopping

Projektförderung

2025 wurden weitere folgende Projekte durch das Studierendenwerk Ost:Brandenburg finanziell gefördert:

  • Schneeflockenball 2025 der BTU am Campus der BTU Cottbus-Senftenberg in Senftenberg (24. Januar): 500,00 Euro
  • Semesteropening am Zentralcampus der BTU Cottbus-Senftenberg (11. April): 250,00 Euro
  • „Kultur-Campus Sachsendorf“ der BTU am Campus der BTU Cottbus-Senftenberg in Cottbus (27. Juni): 1000 Euro
  • Sommerfest der BTU am Campus der BTU Cottbus-Senftenberg in Cottbus (4. Juli): 3000,00 Euro
  • Campusfest der HNE Eberswalde (14. Juni): 2500,00 Euro
  • Unterstützung der Paddeltour des OTIWO e.V. für die Erstsemester in der BTU Cottbus-Senftenberg (5. Oktober): 500,00 Euro
  • AStA-Ersti-Fahrt (10.-12.10.2025) der HNE Eberswalde: 750,00 Euro
  • Ersti-Fahrt der Fachschaft Jura der EUV Frankfurt (Oder) (17.-19. Oktober): 500,00 Euro
  • „CoBHo – Das Cottbusser Barhopping“ (24. Oktober): 500,00 Euro
  • ViAdvent in Frankfurt (Oder) des Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften (7. Dezember): 250,00 Euro. Insgesamt wurden 2025 studentische Veranstaltungen mit Fördermitteln in Höhe von 9750 Euro (2024: 6.633 Euro) aus dem Kulturbudget des Studierendenwerkes unterstützt.