© SWOBB

Unser Vermietungsportfolio ist so vielfältig wie die Städte Frankfurt (Oder), Eberswalde, Cottbus und Senftenberg. Unbeschwert, fair und hochschulnah als Studierende wohnen zu können – ein Auftrag, dem wir engagiert nachkommen, den wir stetig bedarfsgerecht weiterentwickeln und damit chancengerecht unterstützen. Lage, Preis und Gemeinschaft sind die Hauptargumente, mit denen unsere Angebote punkten können.

3.775 (+20)

Wohnplätze

95,5 (+1,3)

Prozent
Auslastung

263 (+0,07)

Euro Miete
durchschnittlich

Auch im Jahr 2025 verzeichneten wir eine verstärkte Nachfrage nach unseren Angeboten in den 14 Wohnanlagen. Zum Jahresende 2025 haben wir insgesamt 3.607 Wohnplätze (Vorjahr 3.536 Wohnplätze) für Studierende vermietet. Das entspricht einer Auslastung von 95,5 Prozent (Vorjahr 94,2 Prozent). Diese Entwicklung ist auf die günstigen Mietpreise und den zunehmenden Wohnraummangel zurückzuführen.

Das gesamte Team hat sich auch im Jahr 2025 mit großem Engagement in der Wohnraumverwaltung und in der Hausbetreuung vor Ort eingesetzt. Insgesamt haben wir 1.719 Auszüge und 1.775 Einzüge in den Wohnanlagen des Studierendenwerks Ost:Brandenburg erfolgreich umgesetzt. Die vorliegenden Zahlen unterstreichen die hohe Dynamik und den kontinuierlichen Wechsel innerhalb unserer Wohnanlagen. Dabei steht die Zufriedenheit der Bewohner:innen stets im Mittelpunkt unseres Handelns. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 392 interne Umzüge realisiert, um individuellen Lebenssituationen und Wohnwünschen gerecht zu werden. Zum Stichtag 31.12.2025 wurden standortübergreifend 369 Umzugswünsche erfasst. Der Großteil der Umzugsbegehren, nämlich 232 Anfragen, entfällt auf die Wohnform Einzelapartment.

Studierendenversorgungsquote

EUV

HNE

Balkengrafik erstellt mit Unterstützung generativer KI (Chat GPT)

BTU

Wohnportfolio nach Wohntypen gesamt im Jahr 2025

Wohnportfolio

Das Studierendenwerk Ost:Brandenburg verfügt standortübergreifend über insgesamt 3.775 Wohnplätze. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr 20 Wohnplätze in Cottbus über ein Kooperationsmodell mit der kommunalen Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) GmbH, um der Nachfrage vor allem der internationalen Studierenden gerecht zu werden. Die Zimmerauswahl in unseren Wohnanlagen ist vielfältig und reicht von Zimmern in Zweier- bis Fünfer-WGs bis hin zu Einzelapartments mit Küchenzeile und eigenem Bad. 1.726 Plätze entfallen auf moderne 1-Raum-Apartments, was einem Anteil an Wohnplätzen von 45,7 Prozent am Gesamtbestand entspricht. Den größten Anteil am Wohnungsangebot bilden weiterhin 1-Bettzimmer in Wohngemeinschaften (WG), die insbesondere bei Studierenden beliebt sind, die gemeinschaftliches Wohnen mit einem eigenen Rückzugsraum verbinden möchten.

Auch im Jahr 2025 setzte sich die Tendenz eines stark steigenden Mietniveaus auf dem Markt für Wohnraum in der Hochschulregion Ost:Brandenburgs fort. Die durchschnittliche Wohnplatzmiete inklusive aller Nebenkosten beim Studierendenwerk Ost:Brandenburg liegt hingegen aktuell bei 262,51 Euro (+0,07 Euro).

Wohnportfolio nach Wohnungstypen pro Standort und pro Wohnanlage
1er Apartment
2er Apartment
2er WG
3er WG
4er WG
5er WG
6er WG
Wohnplätze gesamt
Gesamt
1.726
12
1.118
588
44
275
12
3.775

Frankfurt (Oder)

1er Apartment
2er Apartment
2er WG
3er WG
4er WG
5er WG
6er WG
Wohnplätze gesamt
August-Bebel-Straße
1
0
86
132
4
225
0
448
Berliner Straße
25
2
0
0
0
0
0
27
Große Oderstraße
71
0
36
0
0
0
0
107
Birkenallee
8
0
22
150
12
0
0
192
Mühlenweg
349
8
10
3
0
0
0
370
Logenstraße
173
0
0
0
0
0
0
173
Gesamt
627
10
154
285

16
255
0
1.318

Eberswalde

1er Apartment
2er Apartment
2er WG
3er WG
4er WG
5er WG
6er WG
Wohnplätze gesamt
Schwappachweg
39
0
0
0
0
0
0
39
Brandenburgisches Viertel
20
0
18
210
0
0
0
248
Bernauer Heerstraße
29
0
20
60
0
0
0
109
Gesamt
88
0
38
270
0
0
0
396

Cottbus

1er Apartment
2er Apartment
2er WG
3er WG
4er WG
5er WG
6er WG
Wohnplätze gesamt
Universitätsstraße
409
2
670
0
0
0
0
1.081
Erich-Weinert-Straße
278
0
18
0
4
0
0
300
Potsdamer Straße
139
0
0
0
0
0
0
139
Hopfengarten
0
0
2
18
0
0
0
20
Lipezker Straße
0
0
20
6
24
50
12
112
Gesamt
826
2
710
24
28
50
12
1.652

Senftenberg

1er Apartment
2er Apartment
2er WG
3er WG
4er WG
5er WG
6er WG
Wohnplätze gesamt
Großenhainer Straße
185
0
216
9
0
0
0
410
Gesamt
185
0
216
9
0
0
0
410

Wohnraumkonzept

Gemäß der Zielvereinbarung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg haben wir ein Wohnraumkonzept erarbeitet, das derzeit als Entwurf vorliegt und studentische Perspektiven einbezieht. Dieses Konzept stellt die strategische Grundlage für die zukünftige Arbeit des Studierendenwerks Ost:Brandenburg im Bereich des studentischen Wohnens dar. Das Ziel besteht darin, bedarfsorientierten und zukunftsfähigen studentischen Wohnraum zu erhalten und zu schaffen. Dabei wird die Sicherstellung der sozialen Grundversorgung der Studierenden priorisiert. Neben dem übergeordneten Ziel, Leerstände in den Wohnanlagen des SWOBB zu vermeiden, werden weitere zentrale Aspekte berücksichtigt. Zu den relevanten Aspekten zählen insbesondere:

  • Einbindung der Entwicklungen an den jeweiligen Hochschulen und in den Städten
  • Berücksichtigung der politischen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf bestehende Zielvereinbarungen
  • Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen
  • Künftige Wohnformen und sich wandelndes Wohnverhalten

Darüber hinaus legt das Konzept einen besonderen Fokus auf eine zukunftsorientierte und bedarfsangepasste Verwaltung des studentischen Wohnraums. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Digitalisierung, eine moderne Gestaltung der Mietverträge, die Stärkung des Serviceangebots sowie ein zeitgemäßes Marketing. Schließlich werden im Konzept auch aktuelle Unsicherheiten und Risiken, die sich aus sich verändernden Rahmenbedingungen ergeben, systematisch betrachtet.
Im Wohnraumkonzept wird auch der betriebswirtschaftliche Aspekt für die erforderlichen Sanierungen der Wohnanlagen beleuchtet. Wir setzen uns für eine stetige Förderkulisse ein und müssen zielgerichtet, so weit möglich, Rücklagen bilden.
Für die Endfassung sind noch konkrete Untersetzungen zu erarbeiten, zum Beispiel, wie in einzelnen Standorten die Versorgungsquote von 20 Prozent erreicht werden kann. Eine komprimierte Fassung des Konzepts werden wir unserer Rechtsaufsicht zur Verfügung stellen. Das vollständige Papier ist unsere interne Arbeitsvariante, die in verschiedenen Kontexten, unter anderem auch für Kommunikation und Marketing, genutzt werden kann.

Internationale Studierende

Die Wohnanlagen des Studierendenwerks Ost:Brandenburg bleiben auch 2025 Orte gelebter Internationalität. An allen Hochschulen ist insbesondere ein Anstieg der Zahl der Austausch- und internationalen Studierenden zu verzeichnen. Diese Entwicklung spiegelt sich in unseren Wohnanlagen wider. Der Anteil internationaler Studierender ist im Vergleich zum Vorjahr von 68,6 auf 69,8 Prozent gestiegen. Insgesamt waren 2.519 Wohnplätze an internationale Studierende vermietet.

Internationale Studierende in unseren Wohnanlagen in %

Grafik erstellt mit Unterstützung generativer KI (Chat GPT)

Frankfurt(Oder)

Grafik erstellt mit Unterstützung generativer KI (Chat GPT)

Eberswalde

Grafik erstellt mit Unterstützung generativer KI (Chat GPT)

Cottbus

Grafik erstellt mit Unterstützung generativer KI (Chat GPT)

Senftenberg

Grafik erstellt mit Unterstützung generativer KI (Chat GPT)

Viele internationale Studierende berichten von größeren Schwierigkeiten am örtlichen Wohnungsmarkt bedarfsgerechten Wohnraum zu finden. Daher haben wir insbesondere für den Standort Cottbus in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern nach Lösungen für internationale Studierende gesucht. In Kooperation mit der kommunalen Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) GmbH wurden 20 Wohnplätze in der Wohnanlage Hopfengarten in Cottbus hergerichtet und für wohnungssuchende Studierende bereitgestellt.

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Am stärksten vertretene Nationen

Tutor:innen und Sozialarbeit

Bei uns leben Studierende aus 108 Nationen, was die Vielfalt an den Hochschulen widerspiegelt. Die Arbeit der Tutor:innen ist daher für die Förderung eines aktiven und solidarischen Miteinanders wichtiger Bestandteil, insbesondere mit Blick auf die Integration und die Unterstützung beim Ankommen in einer neuen sozialen und kulturellen Umgebung. Im Jahr 2025 haben wir insgesamt 25 Tutor:innen (von 25 Tutor:innenstellen) für die einzelnen Wohnanlagen des Studierendenwerks Ost:Brandenburg gewonnen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinschaftsleben in den Wohnheimen.

TUTS-Stellen 2025

Tuts-Stellen
Tuts
Gesamt
25
25

Frankfurt (Oder)

Tuts-Stellen
Tuts
August-Bebel-Straße
3
3
Berliner Straße
1
1
Große Oderstraße
1
1
Birkenallee
1
1
Mühlenweg
2
2
Logenstraße
1
1
Gesamt
9
9

Eberswalde

TUTS-Stellen
TUTS
Schwappachweg
1
1
Brandenburgisches Viertel
2
2
Bernauer Heerstraße
1
1
Gesamt
4
4

Cottbus

TUTS-Stellen
TUTS
Universitätsstraße
6
4
Erich-Weinert-Straße
2
1
Potsdamer Straße
1
1
Lipezker Straße
1
1
Gesamt
10
7

Senftenberg

TUTS-Stellen
TUTS
Großenhainer Straße
2
1
Soziale-Arbeit-Bericht

Dieses Engagement möchten wir künftig weiter stärken und gezielt ausbauen. Daher haben wir 2025 erstmals die Stelle einer Sozialarbeiterin mit einer Absolventin der BTU Cottbus besetzt. Ziel ist es, die soziale Begleitung, Konfliktprävention und Integrationsarbeit in den Wohnanlagen nachhaltig zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

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Code of Conduct (CoC)

Wenn viele Menschen zusammenwohnen, begegnen sich verschiedene Persönlichkeiten und es prallen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Soweit so normal. Doch mit den multiplen Krisen in der Welt und der Kommunikation über soziale Medien sind die Anforderungen an ein Miteinander gewachsen. Wir haben festgestellt, dass unsere bisherigen Regelwerke wie der Mietvertrag und die Hausordnung nicht ausreichen, um das Zusammenleben tolerant und fair zu gestalten. Das wollten wir ändern, ein Verhaltenskodex (Code of Conduct) sollte her.
Wir haben hier weitgehend Neuland für ein Studenten-/Studierendenwerk in Deutschland betreten. Umso wichtiger war es uns, dass Studierende ihre Sicht und ihren Bedarf einbringen konnten. Daher haben wir in einem mehrjährigen Entwicklungsprozess in anfänglicher Begleitung der Gleichbestellungsbeauftragten und des Geschäftsführers des Instituts für Konfliktmanagement der Europa-Universität Viadrina mit Wohntutor:innen, studentischen Verwaltungsratsmitgliedern, Studierendengremien, Bewohner:innen und Hochschulangehörigen den Code of Conduct (CoC) entwickelt. Das Jahr 2026 wird im Zeichen des Code of Conducts für die Wohnheime des Studierendenwerks Ost:Brandenburg stehen. Ziel ist es, das Regelwerk nicht nur bekannt zu machen, sondern es auch erlebbar und nachhaltig wirksam in den Alltag der Studierenden zu integrieren. Dafür werden verschiedene Maßnahmen geplant, die den CoC sowohl digital als auch vor Ort in den Wohnanlagen sichtbar machen.

Sanierung

Immer mit dem Antrieb studiengerechtes Wohnraumangebot zu sozialverträglichen Mieten in moderner Form zu halten und ressourcenschonend zu betreiben, sanieren und renovieren wir nach einem Ranking unter Einbezug studentischer Perspektiven.

Wohnanlage Bernauer Heerstraße 54 – 60 in Eberswalde

Die Sanierung der Wohnanlage in der Bernauer Heerstraße in Eberswalde begann im März 2022 mit der umfassenden Modernisierung und dem Umbau des Aufgangs 60 (25 Wohnplätze). Im Jahr 2023 wurde die Sanierung mit dem Aufgang 54 (24 Wohnplätze) fortgeführt. In beiden Aufgängen erfolgte die Umstrukturierung der Wohnungsgrundrisse in moderne Einzelapartments und 2er WGs. Ebenso haben wir zwei rollstuhlgerechten Wohnplätzen und ein Hausmeisterbüro im Erdgeschoss geschaffen. In 2024 wurden die Fassade und das Dach instandgesetzt. 2024 erfolgte der Einbau einer Photovoltaikanlage und 2025 der Einbau einer Solarthermieanlage für den Einsatz regenerativer Energien. Nach der Sanierung der Gebäude-Außenhülle erfolgte im Jahr 2025 die Sanierung des Aufganges 56 (30 Wohnplätze). 2026 erfolgt die Sanierung des Aufganges 58 (30 Wohnplätze). In den Aufgängen 56 und 58 bleibt es bei der bestehenden Wohnstruktur der 3er WGs. Während der Sanierungsarbeiten wurden allen betroffenen Studierenden Ersatzwohnplätze angeboten und die erforderlichen Umzüge haben wir erfolgreich organisiert und umgesetzt.

© SWOBB, Autor: Stefan Beetz
© SWOBB, Autor: Stefan Beetz
Wohnanlage Universitätsstraße 7, 8, 10, 11 in Cottbus

Nachdem im Jahr 2022 85 Plätze in der Universitätsstraße 10 saniert wurden, haben wir die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Instandsetzung und Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung, die notwendigen baulichen Arbeiten sowie insbesondere die brandschutztechnische Ertüchtigung in der Wohnanlage Universitätsstraße erst im Jahr 2025 fortgeführt. Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters 2025/26 haben wir den Bewohner:innen 85 modernisierte Wohnplätze in 1-Raum- und 2-Raum-Apartments im Aufgang Universitätsstraße 11 wieder zur Verfügung gestellt. Die Sanierung der Aufgänge 7 und 8 ist ab 2027 geplant. Während der Sanierungsarbeiten wurden allen betroffenen Studierenden Ersatzwohnplätze angeboten und die erforderlichen Umzüge haben wir erfolgreich organisiert und umgesetzt.

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Sanierungsstau

In den Wohnanlagen des Studierendenwerks Ost:Brandenburg besteht ein erheblicher Sanierungsstau. Von insgesamt 3.775 Wohnplätzen sind 1.717 seit mehr als 20 Jahren in Nutzung, davon 523 Wohnplätze bereits länger als 30 Jahre. Viele Gebäude und Ausstattungen entsprechen damit nicht mehr den heutigen Anforderungen an studentisches Wohnen, Energieeffizienz und bauliche Standards.

Die Situation verschärft sich kontinuierlich: Ohne umfassende und beschleunigte Sanierungsmaßnahmen steigt der Altersdurchschnitt der Wohnanlagen weiter an. Gleichzeitig wächst der Investitionsbedarf erheblich. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wurde keine ausreichende Bauerneuerungsrücklage aufgebaut. Die bestehende allgemeine Rücklage Wohnen dient im Wesentlichen der laufenden Instandhaltung und ist nach vollständiger Abschreibung der Wohnanlagen nicht geeignet, die erforderlichen grundlegenden Sanierungen und Modernisierungen aus eigener Kraft zu finanzieren. Sie ermöglicht vor allem die Sicherung des laufenden Betriebs, nicht jedoch die nachhaltige Erneuerung des Bestands.
Dennoch investiert das SWOBB im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten kontinuierlich in die Wohnanlagen. Jährlich stehen rund eine Million Euro für akute Instandhaltungsmaßnahmen zur Verfügung – darunter Reparaturen an Sanitäranlagen, technische Erneuerungen sowie der Austausch von Mobiliar und Ausstattung. Darüber hinaus werden jährlich rund zwei Millionen Euro aus Eigenmitteln für aufgangsweise Sanierungsmaßnahmen eingesetzt. Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wohnanlagen, reichen jedoch nicht aus, um den bestehenden Sanierungsstau substanziell abzubauen.
Das entwickelte Sanierungskonzept für die Wohnanlagen des Studierendenwerks Ost:Brandenburg erfordert daher deutlich höhere Investitionen. Eine schrittweise Sanierung einzelner Bereiche kann den bestehenden Erneuerungsbedarf langfristig nicht ausreichend reduzieren. Um die Wohnanlagen zukunftsfähig zu erhalten und zeitgemäßen studentischen Wohnraum anbieten zu können, ist das SWOBB auf zusätzliche Fördermittel von Bund und Land angewiesen. Insbesondere mögliche Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes würden dringend benötigte Sanierungsprojekte entsprechend der bestehenden Prioritätenplanung ermöglichen. Es zeichnet sich jedoch bereits heute ab, dass die in Aussicht gestellten Mittel aus dem Sondervermögen bei Weitem nicht ausreichen werden, um den bestehenden Sanierungsbedarf umfassend zu decken. Selbst bei erfolgreicher Förderung könnten voraussichtlich lediglich ein oder zwei Standorte grundlegend und zeitgemäß saniert werden. Für eine nachhaltige Modernisierung des gesamten Wohnanlagenbestands besteht weiterhin ein deutlich höherer Investitionsbedarf, der aus eigener Kraft nicht gestemmt werden kann.

Digitalisierung

Internet | WLAN

Im Jahr 2025 haben wir die vollständige Ausstattung aller Wohnräume mit WLAN in den Wohnanlagen am Zentralcampus der BTU in Cottbus sowie in der Wohnanlage Potsdamer Straße in Cottbus realisiert. Für die Wohnanlagen Lipezker Straße in Cottbus und in Senftenberg haben wir 2025 die Ausstattung mit WLAN vorbereitet – die Umsetzung ist für 2026 geplant. Ziel ist der sukzessive Rollout dieser Lösung auf alle Wohnplätze. Voraussetzung ist die Vereinheitlichung der Netzwerkinfrastruktur. Damit werden Service, Support, Bandbreite und Zugang zu Internetanwendungen für die Studierenden deutlich verbessert.
Hintergrund: Die technische Infrastruktur zur Internetversorgung in den Wohnanlagen des SWOBB ist sehr uneinheitlich. Die bestehende LAN-Struktur entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße, leistungsfähige Internetversorgung. Ein flächendeckender WLAN-Zugang ist dringend erforderlich. Zudem unterscheiden sich die organisatorischen Lösungen regional deutlich. Die Internetversorgung ist je nach Standort unterschiedlich. In Eberswalde erfolgt sie über einen regionalen Anbieter, in Frankfurt (Oder) über das Netz der Europa-Universität Viadrina und in den neu sanierten Wohnanlagen Logenstraße und Große Oderstraße zusätzlich mit WLAN. In Cottbus und Senftenberg bestehen noch verschiedene organisatorische Modelle – das ändert sich in 2025 und 2026, das LAN wird durch WLAN ersetzt. Das SWOBB sieht es als vorrangige Aufgabe, die technische Ausstattung der Wohnanlagen durch ein einheitliches, zukunftsfähiges Konzept (Bandbreite, WLAN) zu modernisieren. Aufgrund unterschiedlich gelagerter Kooperationen mit den Hochschulen entwickelte das SWOBB eine langfristige, kommerzielle Lösung für alle Wohnanlagen.

Mieter-Melde-Portal

Zudem hat das SWOBB im Jahr 2025 den Auftrag für die Entwicklung eines Mieter-Melde-Portals vergeben. Mit der Einführung des Portals werden weitere Schritte in Richtung einer digitalen Mietverwaltung unternommen. Mieter:innen haben dann die Möglichkeit, Schäden in der Wohnung direkt digital zu melden. Darüber hinaus können sie künftig auch Unterlagen wie Immatrikulationsbescheinigungen hochladen. Diese befinden sich dann direkt in der digitalen Mietakte. Auch Anliegen wie Umzugsanträge werden hierüber abgebildet. Ebenso wird dieses Portal für Wohnungsabnahmen oder die Meldung von Reparaturbedarf durch unsere Hausmeister:innen genutzt. Das Ausfüllen von Formularen mit dem digitalen Stift wird dann abgelöst. Die Einführung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.